Wandnässe
 
LÖSUNG
 
Lösung:
  Wand diagnose

Die Methoden zur Untersuchung der Wandnässe:

  1. Besichtigung. (Schnelle Untersuchung bei wenig bedeutenden Gebäuden.)
  2. Nässemessung an der Oberfläche. (Vorherige Untersuchung bei Gebäuden mit hervorgehobener Bedeutung um die Probenahmensstellen bestimmen zu können.)
  3. Nässe- und Salzuntersuchung an Ort und Stelle. (Detaillierte Untersuchung bei Gebäuden mit weniger Bedeutung.)
  4. Laboruntersuchungen. Wassergehalt; Nässe-Sättigung; pH-Wert; Salzgehalt gesamt; detaillierte Anionen-Untersuchung - Sulfat, Nitrat, Chlorid. (vollwertige Untersuchung bei Gebäuden mit Bedeutung.)
  5. Röntgen-Difraktionsuntersuchung. (Charakterisierende Probenahmensuntersuchung von wertvollen Details von Gebäuden mit hervorgehobener Bedeutung zur vollständigen chemischen Bindung.)

Diese Untersuchungsmethoden bauen sich allgemein aufeinander. An Ort und Stelle werden die nassen Stellen und die Ausbreitung von diesen besichtigt. Die Quellen der sichtbaren Vernässung werden gesucht. Weiters werden die Spuren von früheren Isolierungen oder anderweitigen Eingriffe gesucht. Durch die Messung der Oberflächennässe kann das Ausmaß der konzentrierenden Nässe erfahren werden. Daraus kann man die Folge auf die durch hygroskopische Salze aufgenommener Oberflächennässe ziehen, bzw. auf das an der Oberfläche kondensierten Wasser. Die Nässe- und Salzuntersuchung an Ort und Stelle ist allgemein eine Methode der Untersuchungen mit beschränktem Kostenbudget. Die Anwendung dieser Methode ist auch in der Praxis akzeptiert. Man kann mit falschen Folgen dann rechnen, wenn die erhaltenen Ergebnisse als vollwertige Untersuchungsergebnisse dargestellt werden. Man muss es wissen, dass die erhaltenen Werte von beiden Untersuchungen, in der Abhängigkeit der Umstände, nur mit einer abweichenden Genauigkeit von ± 10-30 % berücksichtigt werden dürfen. Aus dem Feuchtgehalt können wir, - bei fehlender Laboruntersuchung der Sättigung, - die genaue Sättigung der Probe nicht feststellen. In der Praxis sind mal vorgekommen Bausteine mit einer Sättigung von 8m% aber auch von 32m%. Also man kann einen ausgewählten Wert von - allgemein - 20-25m% nicht schätzen. Bei der Salzuntersuchung ist zwar das Maß des Gesamtsalzes wichtig, aber mindestens so wichtig ist die Anionen-Zusammensetzung der schädlichen Salze. Eine Untersuchung an Ort und Stelle kann auch auf diese Bestimmung nicht erstrecken. Ausschließlich Laboruntersuchungen bieten vollwertige Zustandkenntnisse. Die Stückzahlen der Verteilung der aus der Wand entnommenen Proben sind im idealen Fall in allen 20 Wandmetern je eine Probestelle, im Keller in 2 Höhen, an der Fassade in 3 Höhen, im Erdgeschoss in 2 Höhen. Darüber hinaus in der Abhängigkeit der Expertenpraxis können weiteren Tiefenproben beliebig entnommen werden sogar in allen beliebigen Höhen. Ebenfalls nach der Expertenpraxis müssen die oberen, äußeren entnommenen Proben – aber möglicherweise alle Proben - unbedingt einer Untersuchung des gesamten Salzgehalts unterzogen werden. Nach der gewöhnlichen Praxis die als kritisch bewerteten Proben über 0,5 % gesamten Salzgehalt, müssen detailliert auch auf Anionen untersucht werden. Diese Untersuchung weist am meisten auf die Herkunft der Verunreinigung hin! Die österreichische ÖNORM Regelung schreibt nur diese Untersuchung vor! Die Sulfat-Salze schädigen allgemein weniger! Hier möchte ich hervorheben, dass nach meiner persönlichen Erfahrung, in bestimmten Konzentrationen auch diese schädigen können. Dagegen aber die hygroskopischen Nitrat- und Chlorid-Ionen verursachen auch beim geringfügigen Vorhandensein bedeutenden Oberflächenschaden. Die beschränkten finanziellen Möglichkeiten modifizieren allgemein die obige Theorie mehr oder weniger in Richtung der verringerten Anzahl. Anlässlich der Röntgen-Difraktionsuntersuchung wird das Vorhandensein der in den Proben vorkommenden chemischen Verbindungen untersucht. Diese muss nur bei Gebäuden mit hervorgehobener Bedeutung durchgeführt werden und auch nur dort, wo diese in der Umgebung von sehr empfindlichem Putz und Wandbemalung begründet ist. Damit kann man mit voller Gewissheit die vorhandenen chemischen Verbindungen bestimmen. Diese zeigen dann eindeutig auf die chemischen Prozesse der Schädigungen in der Vergangenheit und auf die, die in der Zukunft zu erwartenden sind. Diese müssen wegen der hohen Kosten nur bei Gebäuden mit hervorgehobener Bedeutung und nur in lokalen Stellen untersucht werden.

Ziel dieser Untersuchungen optimale und so weit möglich detaillierte Informationen über den Nässe- und Salzzustand der Wandkonstruktionen dieser Gebäude zu erfahren.

 

 

 
   
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